Nachdem ich heute Morgen einen Kommentar von Tomas Avenarius in der Süddeutschen zum “Iran-Komplex” gelesen habe, in der dieser der Frage nachgeht, ob und wie der Westen mit der Bombe in Händen der iranischen Staatsführung leben könne und im Schlußsatz gipfelte, dass bei Verneinung dieser Frage ein neuer Krieg im Mittleren Osten wohl unvermeidlich sei, da, ja da fiel mir die “Debatte” um den letzten Gaza-Krieg ein, die in der gwr (nicht) statt fand.
Der Logik Jens Kastners folgend ist dieser sich abzeichnende Krieg unvermeidlich: eine zutiefst antisemitisch ausgerichtete herrschende politische/theologische Kaste verweigert nicht nur die Anerkennung des Existenzrechts Israels, nein, sie lädt auch noch die Creme de la Creme der westlichen Holocaustleugner zu einer Konferenz ins Land. Wenn diese Herrschaften am Drücker von Atmbomben sind, dann muss etwas passieren.
Die Frage ist jedoch, was passieren muss. Was vorher oder nachher passieren muss.
Wird Jens Kastner in der gwr irgendwann in 2010/11 auch wieder den Krieg gegen die Zivilbevölkerung verurteilen? Oder doch im Vorhinein nach realpolitischen Alternativen zu diesem Krieg suchen? Vielleicht sollte die gwr ihre Haltung schon im Vorfeld diskutieren.
Als gewaltfreier Anarchist bin ich gespannt.
16
Mrz
09
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